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Diabetes melitus Typ II, Schwerverlauf

List of diseases > Diabetes Mellitus > Case reports

Liste der Erkrankungen> Diabetes melitus >medizinische Auszüge

Diagnose: Diabetes melitus, Typ II, Schwerverlauf, Kompensationsphase,  Diabetische Retinolpathie des II.Grades, Makulardystrophie, diabetische Mikroangiopathie im II. Stadium, und Makroangiopathie der Beine im III. Stadium, diabetischer Fuß, unheilbare tropische Ulkus am linken Fuß, diabetische Polyneuropathie.

Herzischämie: Atherosklerotische Kardiosklerose, Blutkreislauf-Insuffizienz 0, zerebrale Arteriosklerose.

Patient K.N.B, geb. 1924 wurde in der Klinik für Zellentherapie vom 19.06.1995 bis 26.06.1995  behandelt, Krankenkarte nr. 6172.

Diagnose: Diabetes melitus, Typ II, Schwerverlauf, Kompensationsphase,  Diabetische Retinolpathie des II.Grades, Makulardystrophie, diabetische Mikroangiopathie im II. Stadium, und Makroangiopathie der Beine im III. Stadium, diabetischer Fuß, unheilbare tropische Ulkus am linken Fuß, diabetische Polyneuropathie.

Herzischämie: Atherosklerotische Kardiosklerose, Blutkreislauf-Insuffizienz 0, zerebrale Atheroskleose.

Bei Aufnahme klagte der Patient auf  Schmerzen am linken Fuß, unheilbaren trophischen Ulkus an  der linken Fußsohle, Sehstörungen.

Die insulinabhängige Diabetes melitus wurde  vor 15 Jahren festgestellt.  Im Laufe einiger Jahre hielt der Patient Diät, dann begann er, perorale hypoglykämische Präparate zu nehmen (Glibenklamid). Für Aufnahmezeitpunkt betrug die Tagesdosis von Glibenklamid 0,005 g. Von Krankheistbeginn an gab es keine detaillierte  Glykämiekontrolle. Der Zustand des Patienten verschlechterte sich vor drei Jahren: infolge der Wundinfektion und Gangränentwicklung  musste die Großzehe am linken Fuß amputiert werden. 18 Monate später entstand an der linken Fußsohle  trophischer Ulkus, der 14 Monate lang nicht geheilt werden konnte.  Innerhalb letzter 6 Monate sind Sehstörungen zu verzeichnen.

Ophthalmologischer Befund: Diabetische Retinolpathie des II. Grades,  Makulardystrophie. Im Laufe des letzen Jahres wurde Patient  dreimal in der  chirurgischen und endokrinologischen Abteilung der Regionalklinik Donezk behandelt. Die Behandlung bestand  in der „Entlastung“  der beschädigten Extremität  mittels Spezialschuhen und Einlagen, antibiotische  Therapie, Wundeheilung, Behandlung zwecks  Verbesserung der Mikrozirkulation, Verabreichung der Antiaggreganten. Patient hatte zwei Behandlungskurse mit insulin, Tafgesdosis 18 Einh. Die Ulkusoberfläche wurde sauber, zur Vernarbung kam es allerdings nicht.

Für den Zeitpunkt der Aufnahme des Patienten in die Klinik für Zellentherapie  war Diabetes in der Kompensationsphase; Blutzucker spiegel  5,8-6,6-7,8mmol/l,  Zucker in der Urin fehlte.

Untersuchung: Der Patient bewegt sich mittels Krücken, trägt Orthopädieschuhe Ernährung normal. Haut und sichtbare Schleimhäute sind sauber, von normaler Farbe. Periphere Lymphknoten  nicht vergrößert. Pulsfrequenz 76 Schl./Min.,  AD – 140/90 mm Hg. Herztöne mäßig gedämpft, systolisches Geräusch an der Spitze. Definitiver Perkussionsschall in den Lungen. Bauch weich, bei Palpation schmerzlos. Leber am Rippenbogenrand, Milz nicht vergrößert. Dickdarm hat nichts Auffälliges. Bei physiologische Verrichtungen nichts Auffälliges festgestellt.  Eine Pulsationssenkung an dorsalis pedis beider Füße. Amputierte Großzehe am linken Fuß, trophischer Ulkus linker Fußsohle. Klinische Labortests (Blutuntersuchung gesamt, Blutuntersuchung biochemisch, Urinuntersuchungen) zeigten Nichts Auffälliges.

EKG: AV-Block des I.Grades, diffuse Veränderungen und Hypoxie des Myokards.

Rheoangiographie: bedeutende Senkung der peripheren Zirkulation  am rechten Fuß, mäßige Senkung am rechten (?)Fuß.

20.06.1995: Transplantation von 4,0 ml Embryo-Zellensuspension (Muster 3038K614)tropfenweise intravenös durchgeführt: Zellenzahl: 37,7 x 106/ml, CFU GM 22 x 103/ml, CFU  GEMM 12 x 103/ml, CD34+ -  3,7x106.

Patient hat die Prozedur zufriedenstellend vertragen und könnte die Besserung ab ersten Tag fühlen: Ruhiger und tiefer Schlaf des Nachts, Verbesserung des Appetits sowie der Denk- und physischen Fähigkeiten, rückgängige Fußschmerzen. Patient nahm Glibenklamid auch weiter, Tagesdosis betrug 0,005 g. Andere Therapien wurden nicht gemacht.  Patient wurde von der Klinik mit der Empfehlung entlassen, die vorher verschriebenen Polyglykämie-Präparate weiter zu nehmen und Blutzucker sorgfältig zu kontrollieren.

Das trophische Ulkus ist allmählich binnen eines Monats ohne eine Zusatztherapie vernarbt. 2 Monate später wurde die Glibenklamid-Tagesdosis bei regelmäßiger Kontrolle  der Glykämie und Glukosurie  bis 0,025 reduziert und in 4 Monaten waren Hypoglykämie-Präparate abgesetzt. Die Glykämie konnte nur  durch Diäthaltung kontrolliert werden.

Leiter der Klinik Zellentherapie der

Nationalen medizinischen Universität und

des Zentrums „EmCell“

Prof. Aleksandr Smykodub


Nachrichte
2008-09-30
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