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16 JAHRE DER INTERNATIONALEN KLINISCHEN PRAXIS BEI TRANSPLANTATION VON MENSCHLICHEN EMBRYONALEN/FETALEN  STAMMZELLEN

WELTGRÖSSTE KLINISCHE PRAXIS BEI TRANSPLANTATION VON EMBRYONALEN STAMMZELLEN FÜR BEHANDLUNG VERSCHIEDENER ERKRANKUNGEN UND ZUSTÄNDEN

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Ulzeröse Kolitis

List of diseases > Aging problems > Case reports

Liste der Erkrankungen>Alterung>medizinische Auszüge

Diagnose:  Ulzeröse Kolitis in schwerer Form, Vollaffektion, Aktivitätsgrad III. Sekundäre Eisenmangelanämie.

Patient T.W.D. (28 Jahre) ist in die Klinik für Zellentherapie am 28. August 1996  eingetroffen. Beschwerden: häufiger Stuhlabgang (10mal am Tag) mit Blut- und Schleimeinschlüssen,  Körpergewichtabnahme, Schwindel und allgemeine Schwäche.

Die Erkrankung begann plötzlich, vor 1 Monat; binnen 3 Tage wurde Stuhlabgang häufiger (bis 15mal pro Tag); es wurde immer mehr Blut im Stuhl (bis 30 ml). Behandlung wurde nicht gemacht. Patient hat Hämorrhoiden. Körpergewichtverlust betrug 17 kg.

Die Untersuchung (am 3. Mai 1996) wies Folgendes auf: Gesamtzustand schwer. Haut blass und feucht. Hautturgor niedrig. Herztöne geschwächt, Systolisches Geräusch an der Spitze. Pulsfrequenz 90 Schl./min., AD 100/60 mm Hg. Lungenatmung vesikulär.  Bauch weich; bei Palpation entstehen Schmerzen  am Krummdarmgegend; Sigmoidverengung; Sigmoid  gespannt und schmerzhaft. Keine Peritonitis-Symptomatik. Körpertemperatur normal.

Rektoromanoskopie: Tubus 10cm tief eingeführt. Schleimhauthyperämie, Kontaktblutung, Schlappheit, Erosion und Pseudopolypen. 

  Befund: Ulzeröse Kolitis.

Koloskopie: Der Darmtraktus,  vom Bereich  der Krummdarm-Blinddarmklappe angefangen, ist mit diffuser Erosion betroffen, Haustrierung geglättet, Gefäßbild fehlt. Große Mengen von Schleim; Blut und Eiter im Darmlumen sichtbar. Darmtraktus rohrförmig und gekürzt.

                Befund: Ulzeröse Kolitis mit Vollaffektion

Blutuntersuchung  - gesamt: Erythrozyten   3,1 õ ·1012/l, Hämoglobin  100 g/l, Leukozyten – 12,6  x·109/l, Stabkernige  – 17%, Segmentkernige  –  57%, Eosinophilen – 3%, Lymphozyten – 11%, Monozyten – 10%, Anisozytose ++

Urinuntersuchung: Farbe – gelb, Reaktion – sauer, relative Dichte – 1015, Protein – 0,264 g/l, squamöser Epithel – große Menge, polymorpher Epithel – Sehr große Menge, Leukozyten 10-12 im Blickfeld, Erythrozyten – 2-4, Harnzylinder – 5-7 (mit Leukozytenablagerung), Hyalinzylinder- 4-6, Epithelzylinder – 2-4, große Menge Schleim.

Diagnose: Ulzeröse Kolitis , schwere Form mit Vollaffektion, Aktivitätstufe III. Sekundäre Eisenmangelanämie.

Behandelt wurde nach folgendem Schema: Sulphasalasin  0,5x2 Tabletten viermal täglich, Metronidasol 0,5  dreimal täglich, Festal  viermal täglich, Vitaminen B1, B6, B12, C.

Aufgrund der schnell fortgeschrittenen Erkrankung,  uneffektiver Konservativtherapie und erheblicher Körpergewichtverlust wurde beschlossen, die hämopoetischen Embryo-Leberzellen zu transplantieren. Am 05.09.1996 wurde intravenöse Transplantation der kryokonservierten Zellen (Alter 12 Wochen, Menge der transplantierten Zellen  3.83 x108) gemacht.

Schon während der Transplantation  (30-40 Minuten nach deren Beginn) konnte der Patient  Kraftschub fühlen. Am nächten Tag informierte der Patient, er fühle sich bedeutend besser als zuvor; darüber hinaus konnte er Verbesserung des Appetits und  der Blutzirkulation in Extremitäten feststellen. Er bemerkte auch das Verschwinden des Bluts im Stuhl. Binnen nächster zwei Wochen  nahm Stuhlfrequenz ab  und  wurde zum 19.09.1996 zwei-dreimal pro Tag. Der Stuhl war breiartig, ohne pathologische Beimischungen. 

Blutuntersuchung: Erythrozyten   2,92 õ ·1012/l, Hämoglobin  90 g/l,  Retikulozyten – 1,7, Leukozyten – 8,6  x·109/l, Stabkernige  – 13%, Segmentkernige  –  41%, Eosinophilen – 6%, Lymphozyten – 28%, Monozyten – 9%.

Am 19.09.1996 wurde erneut intravenöse Transplantation der kryokonservierten Zellen (Alter 12 Wochen, Menge der transplantierten Zellen  1.87 x108) gemacht. Beide Transplantationen wurden ohne Nebenwirkungen vertragen.

Am dritten Tag nach Transplantation  (22.09.1996) traten beim Patienten  die Zeichen der viralen Infektion  auf: katarrhalische Symptomatik, Fieber (bis 38,5oC). Stuhlfrequenz ist nicht geändert.

Am 23.09.1996 wurde Patient von der Klinik zwecks weiterer ambulatorischer Behandlung  entlassen. Zwei Wochen nach zweiter Transplantation  (ein Monat nach der ersten)  war Stuhlfrequenz einmal pro Tag, Stuhlkonsistenz normal, ohne Beimischungen. Der Patient nahm 4kg zu. Z.Zt. fühlt er sich gut und hält Diät.

Blutuntersuchung: Erythrozyten   2,74 õ ·1012/l, Hämoglobin  90 g/l, Leukozyten – 5,4  x·109/l, Stabkernige  – 9%, Segmentkernige  –  65%, Eosinophilen – 3%, Lymphozyten – 22%, Monozyten – 1%, BSG -12mm/h.

Der residuale Anämiesyndrom wurde durch Eisenpräparate korrigiert. Es wurde beschlossen, dritte Transplantation der hämopoetischen Embryo-Leberzellen zu machen.

Die Transplantation wurde  am 16.10.1996 gemacht. Die  kryokonservierten Zellen (Alter 7 Wochen, Menge der transplantierten Zellen  8.28 x107) wurden intravenös eingeführt. Am nächsten Tag konnte der Patient Besserung des allgemeinen Zustandes und des Appetits feststellen. Am dritten Tag traten im Stuhl Blutbeimischungen auf und Stuhlfrequenz stieg zu 4-mal pro Tag.  Am 7.Tag ist die Stuhlfrequenz normalisiert. Patient nahm Salofalk innerhalb eines Monates weiter.

Blutuntersuchung 8. Tag nach Transplantation: Erythrozyten   3,4 õ ·1012/l, Hämoglobin  110 g/l, Farbenindex 0,9, Leukozyten – 6,2  x·109/l, Stabkernige  – 10%, Segmentkernige  –  63%, Eosinophilen – 1%, Lymphozyten – 23%, Monozyten – 3%, BSG - 4mm/h).

Die Blutwerte waren innerhalb 4 Monate stabil.

Blutuntersuchung 6 Monate nach Transplantation: Erythrozyten   3,8 õ ·1012/l, Hämoglobin  120 g/l, Farbenindex 0,9, Leukozyten – 5,2  x·109/l, Stabkernige  – 6%, Segmentkernige  –  69%, Eosinophilen – 1%, Lymphozyten – 23%, Monozyten – 1%, BSG - 3mm/h).

Der Patient wird 11 Monate lang beobachtet.  Z.Zt. ist sein Zustand stabil,  hämatologische Remission ist erreicht; Allgemeinbefinden ist gut; Patient nimmt keine Arzneien ein, er nahm 16 kg zu und nahm die Arbeit wieder auf.

Leiter der Klinik Zellentherapie der

Nationalen medizinischen Universität und

des Zentrums „EmCell“

Prof. Aleksandr Smykodub


Nachrichte
2008-09-30
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